Ein Specht braucht am Baum zwei bis drei Wochen für eine Höhle. In einer gedämmten Fassade ist sie in wenigen Tagen fertig. Deshalb sind Wärmedämmsysteme so attraktiv für ihn. Halsbandsittiche übernehmen die fertigen Höhlen und bauen sie weiter aus. Wir sichern die Fassade und verschließen fachgerecht.
Wenn es an der Wand klopft
Ein Spechtloch ist ein Bauschaden, aber kein Notfall. Wichtiger als das schnelle Verschließen ist die Frage, ob sich noch etwas darin befindet. Spechthöhlen an Fassaden werden ganzjährig von Meisen, Staren, Fledermäusen und Siebenschläfern nachgenutzt.
Erst prüfen, ob Tiere darin sitzen. Wir wollen keine Tiere quälen, deshalb muss sichergestellt werden, dass keine Brut im Nest ist.
Von April bis August wird nur saniert, wenn dort sicher nicht gebrütet wird.
Ein starrer Plastikuhu wird nach kurzer Zeit als harmlos erkannt und ignoriert. Eine hochwertige, realistische Attrappe kann Wirkung zeigen.
Wer punktuell sichert, verlegt das Problem nur ein Stück weiter an die Fassade.
Größe, Höhe und Lage an der Fassade sagen uns viel über den Verursacher aus.
Dort und an fensterlosen Flächen nahe an Bäumen und Hauskanten fängt es erfahrungsgemäß an.
Ein offenes Loch lässt Wasser in die Dämmung. Deshalb drängt am Ende doch die Zeit.
Wir prüfen den Bestand, sichern großflächig ab und verschließen anschließend.
Tier entdeckt und unsicher, womit Sie es zu tun haben? Fotos hochladen, E-Mail oder Telefonnummer dazu, fertig. Wir sagen Ihnen kostenlos, um welchen Schädling es sich handelt und ob überhaupt gehandelt werden muss.
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Höhle
Anhackstelle
Schematische Darstellung eines Wandaufbaus mit WDVS
Eine Höhle ist in wenigen Tagen fertig. Am Baum bräuchte derselbe Specht dafür zwei bis drei Wochen.
Höhle oder Anhackstelle?
Spechte hacken aus drei Gründen. Sie trommeln zur Partnersuche, sie suchen Nahrung oder sie bauen eine Höhle. Am Schaden lässt sich das gut unterscheiden. Davon hängt ab, wie eilig das Verschließen wird.
Was am Gebäude passiert
Höhlenbau
In diesen Monaten entstehen die Höhlen, am Baum genauso wie am Gebäude.
Am Baum
So lange dauert der Bau einer einzigen Höhle in einem gesunden Stamm.
Fassade
Im Wärmedämmsystem ist die Schlafhöhle schon nach kurzer Zeit fertig.
Brutzeit
In dieser Zeit wird nur saniert, wenn dort sicher nicht gebrütet wird.
Dämmung aus Hartschaum, darüber nur ein paar Millimeter Putz.
Hohl klingende Stellen täuschen Faulholz unter der Fläche vor.
Schon eine leicht raue Putzstruktur genügt ihm.
Seit kurzem die Halsbandsittiche. Aber auch Meisen, Stare und Sperlinge, dazu Fledermäuse und Siebenschläfer.
Fachliche Grundlagen zu Verhalten und Abwehr: LBV, Spechte als Fassadenhacker.
Was am Gebäude passiert
Vogelschutz an der Fassade
Spechte stehen unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Töten, Verletzen und Fangen sind nicht erlaubt. Geschützt sind außerdem ihre Nist- und Zufluchtsstätten am Gebäude. Das gilt zu jeder Jahreszeit.
Vor dem Verschließen sehen wir nach, ob die Höhle bewohnt ist. Das entscheidet über das weitere Vorgehen.
Die Verbote gelten unabhängig von einer bau- oder denkmalschutzrechtlichen Genehmigung der Arbeiten.
In dieser Zeit wird nur saniert, wenn sicher feststeht, dass in der betroffenen Höhle nicht gebrütet wird.
Wo Höhlen verschlossen werden, sollten Nistkästen als Ersatzquartier an der Fassade angebracht werden.
Ob eine Ausnahme nötig ist und welche Behörde sie erteilt, hängt von der Maßnahme ab. Wir klären das vorab mit der Naturschutzbehörde, bevor an der Fassade gearbeitet wird.

Sie müssen nicht wissen, womit Sie es zu tun haben. Schildern Sie uns die Lage, gern mit Foto. Wir sagen Ihnen, was jetzt zu tun ist.

Wir kommen zu Ihnen, bei akuten Fällen so schnell wie möglich. Vor Ort bestimmen wir Schädling, Befallsstärke und Ursache.

Wir bekämpfen den Befall möglichst ökologisch, beseitigen die Ursachen und kontrollieren den Erfolg.
Sachverständiger nach ISO EN 17024
Aus der Praxis von Thomas Nachtigall
Man liest oft, glatter Putz löse das Problem. Das stimmt nicht. An einer leicht rauen Putzstruktur hält sich ein Specht noch fest. Auch dicker Putz ist keine Garantie.
Was verlässlich wirkt, ist eine mechanische Barriere über die ganze Fläche. Straffe Ranknetze aus Edelstahl zum Beispiel, die sich später auch begrünen lassen.
Wenn ich zu einem Spechtschaden komme, hängt an der Wand meistens schon irgendetwas. Eine Eule aus Plastik, ein paar CDs, ein Flatterband. Das wirkt ein paar Tage, dann hat der Vogel begriffen, dass nichts passiert.
Spechte sind nicht dumm. Was hilft, ist wechselnde Bewegung und eine realistische, hochwertige Attrappe. Reicht das nicht, hilft eine Sicherung, die groß genug ist.
Thomas Nachtigall
Ihr Sachverständiger für Schädlingsbekämpfung, zertifiziert nach ISO EN 17024
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Fragen zum Spechtschaden
Erst wenn sicher ist, dass nichts darin sitzt. Höhlen an Gebäuden sind ganzjährig geschützt und werden oft von Meisen, Staren oder Fledermäusen nachgenutzt. Von April bis August gilt besondere Vorsicht.
Nur begrenzt. An einer leicht rauen Putzstruktur hält sich der Specht noch fest. Selbst dicker Putz ist keine Garantie. Verlässlicher ist eine Barriere vor der Fläche.
Weil eine gedämmte Fassade hohl klingt und dem Specht damit Faulholz vortäuscht, hinter dem er Nahrung (Insekten) vermutet. Besonders betroffen sind Gebäudeecken und fensterlose Flächen in der Nähe von Bäumen oder von Grünanlagen im Umfeld.
An Lärm und Farbe. Die Tiere sind grün, fliegen in Gruppen und rufen laut. Sie hacken keine Höhle neu, sondern beziehen eine vorhandene und bauen sie weiter aus. Wer sie am Haus hat, hatte meist vorher einen Specht.
Vorgeschrieben ist es nicht immer, sinnvoll fast immer. Wo Höhlen verschlossen werden, verlieren Meisen, Stare und Fledermäuse ihren Unterschlupf. Ein Ersatzquartier gleicht diesen Verlust aus.
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